Grüß Gott
Vermessungsamt Freilassing
(15.12.2011) Stimmkreisabgeordneter Roland Richter informiert sich über Geodaten
Mit neuesten Angeboten der bayerischen Vermessungsämter stehen Experten wie Bürgern ab sofort umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstinformation zur Verfügung. Stimmkreisabgeordneter Roland Richter MdL überzeugte sich bei einem Besuch des Vermessungsamtes in Freilassing von den Einsatzmöglichkeiten der Geodaten. Unter www.geodaten.bayern.de können aktuelle Informationen zu Besiedelung, Verkehr, Vegetation, Bodenschätzung und zu Gewässern direkt im Internet abgefragt werden, wie zum Beispiel die tatsächliche Nutzung der Flächen in Bayern. Die Informationen dienen zur Findung geeigneter Standtorte oder Bodenschätzung, etwa für die Landwirtschaft oder den Bereich der erneuerbaren Energien. Im sogenannten "Geoportal" der Bayerischen Staatsregierung ist zum Beispiel anhand eines "Lärmkatasters" so auch die aktuelle Belastung einzelner Straßenzüge erkennbar. Künftig bereitgestellt werden auch Bauleitpläne sowie Daten der einzelnen Gemeinden zu geplanten Tiefbaumaßnahmen und vorhandenen Leerrohren. Dieser sogenannte
"Grabungsatlas" soll die flächendeckende Breitbandversorgung unterstützen. Die Gemeindedaten werden in Zusammenarbeit mit den Vermessungsämter erfasst und an die Regierung von Oberbayern zur Übernahme weitergeleitet. Neu ist auch der sogenannte "Energieatlas", der die Standorte und jeweilige Nutzung der Energieformen dokumentiert. Je nach Art - etwa Solarenergie, Erdwärme oder Wasserkraft - werden die einzelnen Energieformen aufgezeigt. "Die Daten sind vor allem für Investoren zur Recherche und Standortsuche interessant und nützlich" wertet Richter das neue Portal. Vermessungsdirektor Rupert Loidl, Leiter des Freilassinger Vermessungsamtes betont die "Wichtigkeit, zu wissen, was alles zur Verfügung steht". Dazu dient auch eine Übersicht der "Bodenrichtwerte", etwa für Gutachten, die derzeit nur für einzelne Landkreise Bayerns kostenlos abrufbar sind. Das Berchtesgadener Land sei bereits "vorbildlich" flächendeckend erfasst, erklärt Loidl. So könnten sich zum Beispiel Erben an den Richtwerten über den Wert eines Grundstückes informieren. Loidl weist aber darauf hin, dass die Richtwerte nicht mit den Marktpreisen gleichzusetzen seien, sie dienten allein einer Orientierung. Diverse Schulen nutzten bereits die Datensammlung für verschiedenste Projektarbeiten. "Ein Vorteil für die Ausbildung zu technischen Berufen", wie Richter betont. Nutzen bieten die Daten ebenfalls für Grundstücks- und Gebäudevermessungen oder für Sonderprojekte von der Beratung bis zur Planung. Ein Teil der Daten steht für Bürger oder auch Gemeinden sogar kostenfrei zur Verfügung.
Mit 24 Mitarbeitern ist das Vermessungsamt Freilassing eher eine kleinere Einrichtung des Bayerischen Vermessungswesens. "Wir freuen uns aber, dass es im Zuge der Verwaltungsreform erhalten werden konnte", so Richter, der demnächst Vertreter des Amtes zu einem Besuch des Landtages in München begrüßen wird.




