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"Kein Cent mehr für Bankrotteure!"

(27.10.2011) Fehlende Wirtschaftskompetenz

Was kann ein Kredit-Hebel? Welche Gefahren hat ein Kredit-Hebel? Einerseits wird er als die große Lösung gefeiert, die Möglichkeiten des künftigen Rettungsschirms EFSF zu vervielfachen. Andererseits vervielfacht er dann auch die Risiken der Kredit-, also Garantie-Geber. Die Gesamtgrenze der Garantien bleibe für Deutschland zwar bei 211 Milliarden Euro, aber innerhalb dieser Deckelung steigt das Risiko. Wer vier Mal so viele Kredite ausgibt, für den steigt das Risiko bei Verlusten auch um das Vierfache. Wir sprechen hier von über 800 Milliarden Euro für Deutschland! Vorbild für den Hebel beim Euro-Rettungsfonds EFSF ist das Vorgehen des US-Finanzministeriums und der US-Notenbank Fed während der Finanzkrise 2008. Die Fed hatte ein Kreditprogramm mit einem Volumen von 200 Milliarden Dollar aufgelegt, die das Finanzministerium mit nur 20 Milliarden Dollar garantierte - so wurden die Mittel verzehnfacht. Wohin das geführt hat, haben wir alle schmerzlich gespürt. Tritt der EFSF als Versicherer für Staatsanleihen von Krisenländern auf, ist bei einer Staatspleite dann auch die Haftungssumme für die Gläubiger - bei EZB und EFSF sind das am Ende die Steuerzahler! - um ein Vielfaches größer. Das kann letztlich die Bonität Deutschlands gefährden. Geht ein Land pleite, bleibt die Notenbank auf den Lasten sitzen und damit der Steuerzahler. Die Berliner Zündler beweisen allein durch die Diskussion über einen möglichen Hebel, dass ihnen jede Wirtschaftskompetenz fehlt. Sie sind hoffnungslos überfordert und im Begriff, Deutschland in den Ruin zu treiben. Die Fehler von 2008 würden damit wiederholt. Als Richtschnur kann nur dienen, was der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer unmissverständlich klarmacht: Kein einziger Cent darf mehr in Bankrotteure investiert werden. Sonst werden wir uns am Ende nur selbst aushebeln.