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Bei Fluglärm ist Entlastung in Sicht

(27.05.2008) Bayerns Verkehrsministerin Emilia Müller erörterte in Freilassing Maßnahmen dazu

Die Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, Emilia Müller, war wie bereits kurz berichtet, am vergangenen Mittwoch zu einem Besuch im Freilassinger Rathaus: Der Stimmkreisabgeordnete im Bayerischen Landtag, MdL Roland Richter, hatte die Ministerin für ein Arbeitsgespräch mit kompetenten Gesprächspartnern gewonnen, bei dem die Forderung der Freilassinger nach Entlastung von Überflügen der am Salzburger Flughafen startenden und landenden Maschinen im Blickpunkt stand.

Teilnehmer des Gesprächs waren neben der Staatsministerin und dem Stimmkreis-Abgeordneten Bürgermeister Flatscher, der auch Vorsitzender der Fluglärmkommission ist, Schutzverbandsvorsitzender Prof. Horst Clausen und sein Stellvertreter Huber, der Aufsichtsratsvorsitzende des Salzburger Flughafens und Landesrat a. D. Otmar Raus, Ing. Lippold vom Salzburger Airport sowie Michael Wieser von der Flugsicherung „ Austro Control“.

Repräsentanten des Wiener Verkehrsministeriums und der Salzburger Landesregierung waren ebenfalls eingeladen, hatten sich aber entschuldigt. Dies veranlasste die bayerische Verkehrsministerin zu der kritischen Bemerkung, deren Fehlen sei bedauerlich.

Sie sei von MdL Roland Richter schon früher mit dem Problem „ Fluglärm in Freilassing“ konfrontiert worden und auch tätig geworden, berichtete die Ministerin und konnte auch gleich einen Erfolg melden: Sie habe im Januar bei einem Besuch in Wien beim dortigen Verkehrsminister Werner Faymann die Zusage erhalten, dass der Luftkontrollraum beim Salzburger Flughafen nach Süden hin erweitert wird. Diese Erweiterung sein nun im April offiziell in Kraft gesetzt worden. „ Damit sind jetzt Anflüge von Süden her möglich. Wenn diese Möglichkeit verstärkt genutzt wird, bringt das eine Entlastung für den Raum Freilassing“, verdeutlichte die Ministerin.

Es sei jetzt am Salzburger Flughafen, die Fluggesellschaften und deren Piloten für die Nutzung dieser Süd-Anflugroute zu gewinnen. Damit und mit neuen technischen Landeverfahren, die eine Anflugroute von Norden her entlang der Salzach ermöglichten, könne eine Entzerrung der bisher vornehmlich auf den Freilassinger Raum konzentrierten Überflüge erreicht werden. Dazu müssten am Salzburger Flughafen die modernsten technischen Möglichkeiten eingesetzt werden, forderte die Ministerin. „ Es darf sich nicht mehr alles über den Raum Freilassing abspielen, eine Reduzierung der Überflüge hier um bis zu 30 Prozent ist auf längere Sicht möglich und muss auch erreicht werden!“

Staatsministerin Emilia Müller machte beim Arbeitsgespräch im Freilassinger Rathaus deutlich, dass sie diese Angelegenheit energisch weiter verfolgen will. So will sie veranlassen, dass ihr Ministerium mit dem österreichischen Verkehrsministerium in Wien umgehend Kontakt auf fachlicher Ebene aufnimmt, um alle rechtlichen und technischen Möglichkeiten zu sondieren, die eine Verringerung der Überlüge von Freilassing und seinen bayerischen Nachbargemeinden bewirken können.

Mit den Gesprächspartnern im Freilassinger Rathaus vereinbarte sie, dass man sich in einem Jahr in dem Kreis wieder zusammensetzen wolle, der jetzt eingeladen war.

Dabei müsse man schon über eine Verbesserung der Lage berichten können und auf Grundlage der Fachgespräche der Ministerien über die Verwirklichung weiterer möglicher Verbesserungen sprechen.

Die Ministerin reagierte damit auf Hinweise von MdL Richter und Bürgermeister Flatscher, dass eine spürbare Entlastung für den Raum Freilassing rasch kommen muss. Diese Botschaft nahmen auch die Repräsentanten des Flughafens mit.